“La conformación del grupo, interdisciplinario e intercultural, nos hadado herramientas para replicar la metodología de aprendizaje ennuestros ámbitos laborales.”

"Die Zusammensetzung der Gruppe, interdisziplinär und interkulturell, hat uns das Werkzeug an die Hand gegeben die Lernmethoden in unseren Arbeitszusammenhängen zu multiplizieren."
Studentin der Summer School in Lima, Peru


Wissen identifizieren // Peer-Learning // Wissen austauschen // Wissen weiterentwickeln // Interkulturelles Lernen

Wissenträger

Summer School Projektbesuch in PeruDer Prozess des Wissenserwerbs ist begleitet von der Frage nach adäquaten Quellen und den entsprechenden Trägern des Wissens. Wenn Wissen Macht ist, ist nicht nur derjenige mächtig, der Wissen tatsächlich oder vorgeblich besitzt, sondern auch diejenige, die Einfluss auf die Bewertung von Wissen hat. Daraus ergeben sich für die Länderkontexte der Summer Schools folgende Fragen: Wer wird als Wissensträger angesehen? Wer definiert, welches Wissen wissenswert ist? Was wollen wir von wem lernen?

Wissen identifizieren

Wissensverknüpfung: Global und Lokal

"Globalisierung lokalen Wissens und Lokalisierung globalen Wissens sind die Voraussetzung für den Einsatz von Wissen als Entwicklungsfaktor." (Evers/Gerke/Menkhoff 2005)

http://www.uni-bonn.de/~hevers/papers/Evers-Gerke-Menkhoff2005-Wissen_und_Entwicklung.pdf

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Peer Learning

Bei Peer Learning geht es darum, sämtliches, im Lernzusammenhang vorhandene Wissen zu mobilisieren. Während der Summer Schools wird versucht, das Wissen aller im Raum anwesender Personen, auch das der Studenten hervorzuholen und gezielt in den Unterricht zu integrieren:

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Wissensaustausch

Wissensdiskurs und Didaktik:

Der Wert der Integration des eigenen Erkenntnisinteresses in fachliche und regionale Wissensnetzwerke als aktives oder passives Mitglied wird während der Summer School vermittelt und geübt.

Werkzeuge:

Wissensverknüpfung

Wissenschaft: Die Wissenschaften bauen an ihren jeweiligen „Häusern“, deren Grundmauern meistens alt sind und die auf abgeschlossenen Grundstücken stehen. Für jede Erweiterung/Ausbau und Verknüpfung mit anderen „Häusern“ sind komplizierte Verfahren notwendig; der Prozess der Öffnung ist sehr komplex und langwierig.

Praxis: Im vorliegenden Fall die entwicklungspolitische Praxis, folgt der Logik unterschiedlicher politischer, institutioneller und regionaler Kontexte. „Technische“ Lösungen sind nur ein Baustein in einem Geflecht von Interessen, die wir während der SS zu entflechten suchen.

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Wissen nutzen und weiterentwickeln

Lernen als Prozess kann nicht begrenzt und somit auch niemals abgeschlossen sein. Jede Anwendung von angeeignetem Wissen ist somit nicht nur die Verinnerlichung des Bestehenden, sondern auch die Grundlage für die Weiterentwicklung desselbigen.

Wissen zu verinnerlichen, zu transferieren und weiterzuentwickeln, ist eine der Hauptsäulen des Konzepts, so dass praktische Komponenten zur Anwendung und „Erfahrung“ des Gelernten sowie ergänzende Vorlesungen im Rahmenprogramm im Mittelpunkt der Durchführung stehen:

Zugleich liegt ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung des Wissens auf dem Instrument des Dialogs.

Das Konzept des Dialogs kann bei im Gegensatz zum oft durchgeführten „Dialog über den Dialog“ mit Ziel gerichteterer entwicklungspolitischer Rahmensetzung durchaus geeignet sein, Wissen zur Weiterentwicklung zu verhelfen. Es ermöglicht, politische, gesellschaftliche, ideengeschichtliche, kulturelle und religiöse Unterschiede im Rahmen eines Sachthemas aufzuarbeiten, ohne dabei im luftleeren Raum zu agieren, sondern stets ein Ziel vor Augen zu haben.

Praxiserfahrungen zeigen, dass fundamentale Fragen des Dialogs im Rahmen thematischer Erörterungen sehr bald zur Geltung kommen und somit weiterentwickelt werden, zudem Positionen und Meinungen im Kontext dargestellt für alle Seiten zugänglicher werden und die Betonung kultureller Andersartigkeit produktiv verarbeitet wird.

Es ist daher von überragender Bedeutung sich aus diesen Gründe aktiv in das Projekt einzubringen und inhaltlich mitzuwirken, auch kulturell umstrittene Positionen zu vertreten und Einsicht für die eigene Arbeit zu schaffen, sich aber auch Kritik und lokalem Wissen zu öffnen.

Die Weiterentwicklung des Wissens erfährt besondere Bedeutung, wenn wie in Kairo für die Organisation des Projekts 2006 geschehen, die Studenten aus 2005 selber eine tragende Rolle übernehmen und aktiv ihr Wissen zur Anwendung bringen. Nach dem Abschluss der Summer School 2005 gründeten sie die NGO „Nama’a for Sustainable Development“ und machten Erfahrungen in der Projektvorbereitung, -organisation und –durchführung mit dem Ziel dieses Wissen auf den Jahrgang 2006 zu übertragen und selber Erfahrungen in der praktischen Arbeit zu gewinnen.

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Interkulturelles Lernen

Interkulturelles Lernen setzt voraus, dass die diversen Kulturen zunächst wahrgenommen und anerkannt werden. Bei der Integration indigener Studierender sollte Bewusstsein darüber herrschen, dass das Lehrangebot und die Lernmethoden westlichen Ursprungs sind und insofern der Beitrag nur komplementär sein kann. Die Grundeinstellung: „Wir wollen voneinander lernen, sind neugierig und sind zusammen mehr, als jede Kultur alleine, sollte fortwährend überwacht werden, da diskriminierende Denkmuster häufig im Unterbewusstsein lauern.

UNESCO: Towards Knowledge Society: Local and indigenous knowledge, linguistic diversity and knowledge societies

"(..) but it is still rare for local knowledge to be drawn on from the outset, in the actual planning of development projects. Yet, if they could be more effectively integrated into knowledge-based economies, this would offer several kinds of advantage. These advantage would be firstly economic, particulary in terms of the environmental viability of development projects; but also cultural through the valorization of types of knnowledge that are often wrongly stigmatized as being linked to forms of self sufficiency considered obsolete or doomed to extinction; and lastly, political for governments that wish to promote the active integration of the communities that possess this knowledge."

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