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“The summer course affected my understanding of development itself and how it should be comprehensive and sustainable in approach. The summer course presented us the global perspective and experience and brought to us the knowledge from its original sources without any distraction and left us to access those sources more and more and to formulate a vision of how to apply those key principles on the reality according to the now priorities of our society". Student der Summer School in Kairo, Ägypten |
Ägypten // Brasilien // Peru // Vietnam
ÄgyptenDie arabische Region schaut auf eine frühe Geschichte der Wissenschaften zurück. Im 8. Jahrhundert begann bereits die Blütezeit des Islams mit Universitäten, intensiver Forschung in der Bereichen Medizin, Mathematik und der Astronomie. Zur gleichen Zeit gabe es in Europa noch keine Augestaltung der Wissenschaft. Im 21. Jahrhundert ist von der einstigen Hochzeit wenig übrig geblieben und die arabischen Region hinkt im internationalen Vergleich besonders in der Wissenschaft hinter her. Der Arab Human Development Report diagnostiziert der Region sogar ein Krise im Wissensprozess. Die Hochschulen und die Forschung sind davon besonders betroffen, wie folgende unterschiedlichen Zahlen verdeutlichen:
"In being connected with and at the same time contradictory to knowledge, Arab intellectual heritage nowadays raises basic knowledge problems. Its link with knowledge comes from its connection with language, religion, sciences and culture. Its contradiction with knowledge arises because heritage is not usually viewed from a scientific standpoint but is rather closely surrounded by emotion, passion, desire, wishes, glorification and sometimes a disregard of reality and discomfiting facts. In other words, ideological leanings."
Arab Human Development Report 2003
"Wir müssen selber der Wandel leben, den wir haben wollen",
sagt Heba Salah Muhmamad, Studentin der Summer School Cairo
2005. Nach der vierwöchigen Summer School im Rahmen der
Initiative "Zwischen Hörsaal und Projekt" endete am 13. Juli ein
für Student/innen und Organisatoren spannender Austausch von
Ideen, Wissen und Erfahrungen in Ägypten.
Vier Wochen lang wurden 32 begabte ägyptische Studentinnen und
Studenten aus sechs Universitäten Kairos und 16 verschiedenen
Disziplinen an alternative Lern- und Lehrtechniken herangeführt,
um sich den entwicklungspolitischen Herausforderungen Ägyptens
anzunähern.
Zusammen mit Fachkräften der GTZ, Stiftungen und anderen
Organisationen wie UNDP, UNESCO und Weltbank entwarfen sie
Strategien und Lösungsmodelle für ihr Land und entdeckten ihre
Möglichkeiten, selbst zum Wandel beizutragen.
Die anfängliche Scheu der Student/innen wich bald dem Interesse,
sich selbst und das eigene Verhältnis zur Umwelt neu zu
bestimmen. Projektbesuche förderten den Austausch mit
Jugendlichen aus Stadtentwicklungsprojekten in Kairo und Bauern
in Wasser-Projekten im Nildelta. Beim öffentlichen Symposium,
das die Summer School Cairo 2005 abschloss, präsentierten die
Student/innen eine Vielzahl von Ideen zu den Themen Gute
Regierungsführung, Wasser, Globalisierung und Bildung.
Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, initiiert durch die
Hochschulinitiative der GTZ "Zwischen Hörsaal und Projekt", war
zugleich ein erfolgreicher Schritt für das
Kooperationsmanagement der GTZ in Ägypten. Ein Teil der
Student/innen der Summer School wird demnächst Praktika bei der
GTZ oder anderen EZ-Organisationen aufnehmen. Drei
Teilnehmer/innen werden im September die Trilateral Dialogue
Conference der Quandt Stiftung in Berlin besuchen und dort ihre
Erfahrungen einbringen.
Top
In Lateinamerika, sind der Zugang zu Wissen und Ausbildung immer noch beschränkt und erheblich klassenbezogen; formaler, individueller Wissenszuwachs steht für die Möglichkeit, gesellschaftlichen Aufstiegs. Gleichzeitig spielt informelles und gemeinschaftliches Wissen eine sehr große, wenn auch kaum anerkannte Grösse.
Da die lateinamerikanischen Gesellschaften in unterschiedlichem Maße interkulturell sind, sind die Diskussionen um den Wert traditionellen Wissens, den Raum für indigene Wissenschaften, der Praxis von intergenerationellem Wissenstransfer und die Bewertung von Wissen allgegenwärtig.
Die Academia Amazonica, im Herbst 2005 (26.09.05-13.10.05) in Manaus hat den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Pilotprogramm zur Bewahrung der tropischen Regenwälder Brasiliens (PPG7) gelegt. 52 Fachvorträge, in der Regel in der Form von Wissenschafts-Praxis-Dialogen wurden durch 3 Exkursionen zu laufenden EZ-Projekten mit Leben erfüllt. Die Lernergebnisse der postgraduierten TeilnehmerInnen wurden zusammen mit Politikempfehlungen zu zahlreichen Natur-Ressourcen-Managementthemen Amazoniens am 13.10.05 in Manaus mit der Koordination des PPG7 öffentlich diskutiert. Alle Ergebnisse und Vorträge sind unter: http://gtz.coachingplatform.com/LEservlets/IRS?to=Workspace.0-21664 dokumentiert.
TopDie lokale website lautet:
www.andino-amazonica.gtz-rural.org.pe
Das Blog:
redandinoamazonica.blogspot.com
In Vietnam wird Lernen, Wissenszuwachs, formelles wie informelles Lernen als wichtiger Bestandteil von Entwicklung ausdrücklich von unterschiedlichsten Akteuren anerkannt. Das Bildungsbudget ist hoch und Bildungsanstregungen werden wert geschätzt. Ältere Menschen gelten als weise und der spirituelle Kontext von Wissen und Lernprozessen wird häufig erwähnt. Das Kopieren bestehender Erfahrugen gilt als Einstieg des Wissenserwerbs eigenes Denken wird erst erfahreneren Schülern zugestanden eine Tendenz, die die Einführung neuer Lehr- und Lernmethoden zur Herausforderung werden lässt.
Die Summer School in Hanoi/Vietnam wurde in enger Kooperation mit dem Asien-Afrika-Institut der Humboldt-Universität Berlin, Lehrstuhl Prof. Houben durchgeführt. Der Kurs ist unter:
http://gtz.coachingplatform.com/LEservlets/IRS?to=Workspace.0-11597 dokumentiert.